BARF-Hundefutter im Vergleich zu Trockenfutter

Barf-Hundefutter steht meist direkt mit dem Ansatz in Verbindung, dem Hund rohe Nahrung zu geben. Es gibt Variationen, manche füttern keine Knochen, einige nur Beutetiere im ganzen und andere zerkleinertes Fleisch. Die Nahrung ist aber weder gekocht noch enthält sie andere künstliche Zusätze, beispielsweise Konservierungsstoffe.

Sie unterscheidet sich damit stark zu Trockenfutter, sowohl im Nährstoffgehalt als auch im Grad der Weiterverarbeitung. Trockenfutter enthält vor allem Getreide. Barf-Hundefutter besteht in erster Linie aus rohem Fleisch und Knochen, das was Hunde als Fleischfresser in freier Wildbahn fressen würden. Mit Trockenfutter nehmen Hunde oft mehr Kohlehydrate auf, als sie eigentlich benötigen. Gewichtsprobleme können eine Folge davon sein. Zudem gibt es einige Hunde, die gesundheitliche Probleme mit Getreide entwickeln. Vor allem durch Weizen entstehen Allergien und durch Gluten ausgelöste Unverträglichkeiten können sich durch Durchfall, Koliken, Blähungen oder Appetitlosigkeit zeigen.

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Viele Hundebesitzer füttern ihren Hund mehrmals am Tag. Mit der BARF-Fütterung ist es ausreichend einen Hund einmal am Tag zu füttern. Denn in ihrem natürlichen Lebensumfeld würden Hunde eher größere Mahlzeiten fressen und dann eine ganze Zeit gar nichts anstatt mehrmals täglich. Da im Vergleich zu Trockenfutter Rohfutter viel länger braucht – vor allem Knochen – um verdaut zu werden. Hinzu kommt, dass der Hundekörper vom Rohfutter viel mehr verwerten kann und einige Hundebesitzer nach der Umstellung auf Barf feststellen, dass Ihr Hund viel weniger kotet als noch mit Trockenfutter, sie sich oft auf ein Drittel reduziert.
Auch kann es beim Wechsel zu Rohfutter passieren, dass der Hund viel weniger Wasser trinkt als bei Trockenfutter, da schon viel mehr Flüssigkeit in der Barf-Nahrung enthalten ist.

Einen Hund von Trockenfutter auf Barf umzustellen, bringt einige Geduld mit sich, denn viele Hunde mit Trockenfuttervergangenheit haben die Eigenart, ihr Futter sehr hastig zu fressen. Bei Barf-Nahrung, insbesondere Knochen kann diese Gewohnheit dazu führen, dass nach dem Füttern wieder größere Teile erbrochen werden. Je größer das Stück des harten Knochens ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich übergeben wird. Das ist nicht gefährlich, es ist erstmal ungewohnt für den Hund und er muss sich an das neue Futter gewöhnen. Dies geht relativ schnell. Meist gibt sich das Erbrechen innerhalb einer Woche.
Der Hauptgrund für das Übergeben ist, dass der Hundekörper keine Magensäure produziert, die stark genug ist, Knochen zu schmelzen. So wird das Material am Anfang nicht verdaut. Das Erbrechen wird sich geben, wenn es überhaupt dazu kommt.

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